Im Jahr 2002 wurde ich zum Bürgermeister von Markt Schwaben gewählt - ohne Plakate, ohne Brimborium, mit dem Motto "JA. Für Markt Schwaben". Eine chronologische Ereignisauswahl meiner neunjährigen Amtszeit finden Sie hier.
Einen kurzen Film von MünchenTV über Markt Schwaben und mein Wirken aus dem Jahr 2009 sehen Sie hier, ein Interview der Münchner TZ, ein Interview der SZ und einen Zeitungsbericht des Münchner Merkur zu meinem freiwilligen Gehaltsverzicht finden Sie hier und hier und hier. Zu anderen ausgewählten Besonderheiten kommen Sie hier: als Bürgermeister Urlaub im eigenen Landkreis, als Bürgermeister nachts mit der Polizeistreife unterwegs, als Bürgermeister Jobwechsel in den Spielzeugladen und Bürgermeister arbeitet für streikende Erzieherinnen im Kindergarten.
Meine Schwerpunkte in diesem Amt waren der Ausbau und die Verbesserung der Kinderbetreuung, die Sanierung, Verschönerung und Belebung unserer Ortsmitte (z.B. Unterbräu, Wasserturm, Schlossareal, Marktplatz, Kirchweiher, Altes Schulhaus, Oberbräu, Umwandlung der Widmann-Brauerei-Ruine zum Wohnpark "Falkenhof"), die Schaffung und der Erhalt zentraler Einkaufsmöglichkeiten und der örtlichen Nahversorgung, die naturnahe Gestaltung des Postangers mit dem Hennigbach als Rückhaltebecken (Hochwasserschutz) und grünes Naherholungsgebiet, die Belebung und Teilsanierung des Bahnhofsbereichs (incl. der ersten Phase des barrierefreien Ausbaus), die barrierefreie Anbindung des neuen Ortsteils Burgerfeld (u.a. durch eine überwiegend vom Burgerfeld-Investor finanzierte Fußgängerbrücke über die Bahn) und der Abschluss größerer Verkehrsprojekte w.z.B. der Ausbau der Geltinger Unterführung, Einsatz von Express-S-Bahnen im morgendlichen Berufsverkehr und die Entlastung Markt Schwabens vom Durchgangsverkehr durch den Bau der Flughafentangente FTO.
Wichtig war mir in den 9 Jahren meiner Amtszeit ein lebendiges und gutes Miteinander: Regelmäßige Runde Tische (z.B. "Kinder", "Verkehr", "Wirtschaft"), das Projekt "Hilfe für Kinder in Not", das Internationale Fest der Kinder (vielsprachige Rede 2007, Presseartikel), die Belebung Markt Schwabens durch jährliche Bürger- und Ortsteilfeste genauso wie mit Open-Air-Kino und Bandfestivals für junge Menschen, die Dreikönigs-Ehrung für sozial engagierte Bürger (Rede 2004, Rede 2007, Pressebericht 2010, Rede 2011, die 27 Namen der in den neun Jahren meiner Amtszeit geehrten Bürgerinnen und Bürger), der regelmäßige Kontakt mit "schwierigen" Jugendlichen im Jugendzentrum Blues und auf der Straße, die Gründung eines Sicherheitsbeirats, der Treffpunkt "Hilfsbereitschaft", Wirtschaftspreis und Gewerbeschau, regelmäßige Führungen von Gästegruppen zu den Sehenswürdigkeiten unseres Ortes, die Förderung von Künstlern und Kultur, das Bündnis für Zusammenhalt, die Einführung des jährlichen Gemeinschafts-Ramadama "Aktion Sauberes Markt Schwaben", die Städtepartnerschaft mit Ostra in Italien ... .
Ein besonderer Farbtupfer war für mich die Märktefreundschaft mit Glonn im südlichen Landkreis Ebersberg, bei der zahlreiche menschenverbindende Unternehmungen entstanden sind: Eine Pferdekutschenfahrt zwischen beiden Gemeinden mit vielen Gespannen durch den Ebersberger Forst, die historische Modenschau der Glonner Damen im voll besetzten Markt Schwabener Unterbräu, Gastspiele des Markt Schwabener Theatervereins in Glonn... .
Ab März 2011 bin ich wieder in meinen sozialen Beruf zurückgekehrt. Zum einen habe ich mich als Mitarbeiter der Orthopädischen Kinderklinik Aschau um Öffentlichkeisarbeit für behinderte Kinder gekümmert, zum anderen meine Praxis als Psychologischer Psychotherapeut in der Markt Schwabener Ortsmitte eröffnet.